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ZINSEN HYPOTHEK – ENTWICKLUNG UND SZENARIEN

29. Oktober 2020

Wo stehen wir heute? Ziemlich genau dort, wo wir uns vor der Corona-Krise befanden. Was bewegt die Zinsen, kommt die Inflation, wie kann man sich absichern?

Die Corona-Krise hat im März für stark steigende Zinsen gesorgt. Innerhalb von 15 Tagen ist der HYPOTHEKE.CH ZINSINDEX FÜR WOHNIMMOBILIEN um 0.15% gestiegen. Eine solche Situation ist aussergewöhnlich, aber nicht einmalig. Gleich schnell oder sogar schneller sind die Zinsen im Juni 2013 sowie im August und März 2011 gestiegen (siehe Grafik). In Bezug auf die Hypothekenzinsen hat sich der Corona-Sturm als laues Lüftchen entpuppt. Der HYPOTHEKE.CH Zinsindex für Wohnimmobilien ist im Oktober erstmals seit März wieder auf 1% gefallen. Die Zinsen sind also beinahe so tief wie vor Corona. Wer in den nächsten Monaten eine Hypothek abschliesst, tut dies also sicherlich zu einem guten Zeitpunkt. Ein Thema, das aktuell wieder in den Vordergrund rückt, ist die Inflation.

ENTWICKLUNG HYPOTHEKE.CH ZINSINDEX FÜR WOHNIMMOBILIEN

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HYPOTHEKE.CH Zinsindex für Wohnimmobilien

VIELE FAKTOREN BESTIMMEN DIE ZINSEN

Bei den Zinsen ist es ähnlich wie mit dem Wetter. Beinahe unendlich viele Faktoren beeinflussen die jeweilige Situation. Wenn die aktuelle Wetterlage aber von einem Faktor – beispielsweise vom Föhn – dominiert wird, treten andere Parameter in den Hintergrund und erscheinen weniger wichtig. Bei den Zinsen ist es aktuell wie bei einem Föhnsturm. Dominiert wird die Situation von hohen Staatsschulden, eine durch Corona geschwächte Wirtschaft und eine Politik, die Probleme lieber auf morgen verschiebt als sie zu lösen. Alles das – und sogar noch mehr Argumente – sprechen für langfristig tiefe Zinsen.

KOMMT DIE INFLATION – STEIGEN DIE ZINSEN

Irgendwann ist aber jeder Föhnsturm vorbei und die Wetterlage kann sich rasch ändern. Bei den Zinsen dürfte das der Fall sein, wenn die Inflationserwartung steigt oder wenn die Risikozuschläge zunehmen. Beides ist möglich, auch gleichzeitig. Die Inflation steigt dann, wenn Staaten und Notenbanken immer mehr Geld ins System pumpen. Das passiert vor allem, wenn Krisenstimmung herrscht. Solange die Notenbanken ihre Glaubwürdigkeit nicht verlieren, werden die Risikozuschläge kaum deutlich zunehmen. Bis jetzt hat diese Strategie in westlichen, demokratischen Volkswirtschaften funktioniert. So sagt ein bekanntes Sprichwort: „wette nie gegen die Notenbanken“. Das ist unbestritten ein guter Ratschlag. Tut es aber plötzlich die Mehrheit der Anleger, werden sogar Notenbanken machtlos. Kryptowährungen, ein stark steigender Goldpreis, Immobilienboom und andere Indizien können als erste Anzeichen von Misstrauen gedeutet werden. Ein solches Szenario sollten Immobilienbesitzer im Hinterkopf haben, wenn Sie heute eine Hypothek abschliessen.

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DIE BEGRENZTE MACHT DER NOTENBANKEN

Notenbanken können Zweifel kurzfristig zwar aus dem Weg räumen. Kommt aber Angst vor Kreditausfällen auf, haben sie keine Chance mehr, steigende Zinsen nachhaltig zu bremsen. Investoren kalkulieren Risiken knallhart in die Renditeerwartung mit ein. Erwarten sie höhere Ausfälle auf Grund machtloser Notenbanken, investieren sie nur noch bei höheren Zinsen. Ein Teufelskreis beginnt: Die Unsicherheit wird immer grösser, es entsteht Misstrauen, dann Angst und im schlimmsten Fall Panik. Davon sind wir aktuell weit entfernt. Wer aber eine langlaufende Festhypothek abschliesst, bindet sich für viele Jahre. Was in dieser Zeit alles passieren könnte, hat unter Umständen grossen Einfluss auf die persönlichen Finanzen. Es ist ratsam, sich für verschiedenen Szenarien zu wappnen.

DAS GESAMTVERMÖGEN SCHÜTZEN

Wer neben der Immobilie weitere Vermögenswerte besitzt, sollte sich eine Gesamtvermögensstrategie zurechtlegen. Absichern kann man sich gegen die meisten Szenarien, auch gegen Inflation. Wer eine Immobilie mit einer Hypothek besitzt, tut diesbezüglich schon einiges richtig. Steigt nämlich die Inflation, steigen langfristig auch die Immobilienpreise. Immobilien sind Sachwerte, welche bis zu einem gewissen Punkt gegen Inflation geschützt sind. Die Hypothek ist ein sogenannter Nominalwert. Das bedeutet: Bei steigender Inflation wertet sich die Hypothek real ab. Zwei Effekte begünstigen bei steigender Inflation Immobilienbesitzer: Die Schuld wird real tiefer, während der Immobilienpreis nominal steigt. Das ist vor allem dann der Fall, wenn eine langfristige Festhypothek zu tiefen Zinsen abgeschlossen wurde. Bei der Strukturierung des Gesamtvermögens sollte man sich über genau solche Möglichkeiten Gedanken machen. Andere Wirtschaftsszenarien lassen sich mit vergleichbaren Strategien absichern.

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Der HYPOTHEKE.ch Zinsindex für Wohnimmobilien widerspiegelt die Zinsentwicklung von Hypotheken für dauerhaft selbstbewohntes Wohneigentum in der Schweiz. Pro Jahr fliessen mehr als 250‘000 Datenpunkte in die Berechnung des Index ein. Die gängigen Hypothekarmodelle sind so gewichtet, dass sie den Schweizer Markt für Hypotheken langfristig möglichst genau abbilden.

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