Zinskurve und Zinsstruktur
Bei Hypotheken
Die gehört zu den wichtigsten Instrumenten bei der Analyse von Sie zeigt auf einen Blick, wie stark sich die Zinsen verschiedener unterscheiden und wie sich die aktuelle Marktsituation entwickelt hat. Wer die Zinskurve versteht, kann Hypotheken besser vergleichen, die passende Laufzeit wählen und fundiertere Entscheidungen treffen.
Hypothekarzinsen in der Schweiz
Hypothekarzinsen sind die Kosten für das geliehene Hypothekarkapital. Da sie gerade in der Schweiz je nach Anbieter, Modell, Laufzeit und Risikoprofil stark variieren können, ist ein transparenter Hypotheken-Vergleich in der Schweiz besonders wichtig.
Die Laufzeit der Hypothek bezeichnet den Zeitraum, für den eine Hypothek zu den vereinbarten Konditionen abgeschlossen wird. Je nach Hypothekarform kann die Laufzeit wenige Monate bis viele Jahre betragen. Die Wahl der Laufzeit beeinflusst unter anderem Zinssatz, Planungssicherheit und Flexibilität der Finanzierung.
Erklärung
Was ist eine Zinskurve bei Hypotheken?
Unter der Zinskurve (auch Zinsstrukturkurve genannt) versteht man die grafische Darstellung der Hypothekarzinsen verschiedener Laufzeiten. Sie zeigt, wie hoch die Zinsen beispielsweise für eine eine zweijährige Festhypothek, eine oder eine sind. Die Zinskurve macht sichtbar, wie stark der Zinssatz mit zunehmender Laufzeit ansteigt oder fällt. Sie ist deshalb ein wichtiges Hilfsmittel bei der Wahl der Hypothekarstrategie und der passenden Laufzeit.
SARON Hypothek
Eine SARON-Hypothek ist eine geldmarktbasierte Hypothek mit variablem Zinssatz. Sie eignet sich vor allem für Kreditnehmer, die Zinsschwankungen tragen können und von transparenten, kurzfristigen Marktzinsen profitieren möchten. Mehr dazu auch hier: Festhypothek oder Saron-Hypothek?Saron-Hypothek abschliessen und später in Festhypothek wechseln?
Fünfjährige Festhypothek
Eine fünfjährige Festhypothek ist eine Hypothek mit einem festen Zinssatz über eine Laufzeit von fünf Jahren. Während dieser Zeit bleiben die Hypothekarzinsen unverändert, was eine hohe Planungssicherheit bei den Finanzierungskosten ermöglicht. Sie ist eines der beliebtesten Hypothekarmodelle in der Schweiz und der Mittelweg zwischen Sicherheit und Flexibilität. Mehr dazu auch hier: Festhypotheken mit besten Zinsen
Zehnjährige Festhypothek
Die zehnjährige Festhypothek gehört zu den beliebtesten Hypothekarmodellen in der Schweiz. Der Zinssatz wird für die gesamte Laufzeit von zehn Jahren fix vereinbart und bleibt unabhängig von der Entwicklung der Hypothekarzinsen unverändert. Dadurch profitieren Immobilienbesitzer von hoher Planungssicherheit und konstanten Finanzierungskosten.
Zinskurven verstehen
Die Zinsen kurzfristiger Hypotheken sind in der Regel tiefer als diejenigen langfristiger Hypotheken. Wie gross dieser Unterschied ausfällt, verändert sich jedoch laufend.
Von einer spricht man, wenn langfristige Hypotheken deutlich teurer sind als kurzfristige. Von einer spricht man, wenn die Unterschiede zwischen kurzen und langen Laufzeiten gering sind. In seltenen Fällen sind langfristige Hypotheken sogar günstiger als kurzfristige. Dann spricht man von einer
Die Analyse der Zinskurve hilft dabei, die aktuelle Marktsituation besser zu verstehen und die Vor- und Nachteile verschiedener Hypothekarmodelle einzuschätzen.
Von einer steilen Zinskurve spricht man, wenn langfristige Hypotheken deutlich höhere Zinssätze aufweisen als kurzfristige Hypotheken. Beispielsweise kann eine zehnjährige Festhypothek spürbar teurer sein als eine SARON-Hypothek oder eine kurzlaufende Festhypothek. Eine steile Zinskurve deutet häufig darauf hin, dass die Finanzmärkte in Zukunft mit höheren Zinsen oder einer höheren Inflation rechnen. Für Hypothekarnehmer bedeutet eine steile Zinskurve, dass langfristige Zinssicherheit mit einem entsprechend höheren Preis verbunden ist.
Von einer flachen Zinskurve spricht man, wenn die Zinssätze von kurzfristigen und langfristigen Hypotheken nur wenig voneinander abweichen. Der Preisunterschied zwischen einer SARON-Hypothek, einer fünfjährigen Festhypothek oder einer zehnjährigen Festhypothek ist dann relativ gering. Eine flache Zinskurve deutet oft darauf hin, dass die Finanzmärkte künftig eher stabile oder leicht sinkende Zinsen erwarten.
Von einer inversen Zinskurve spricht man, wenn langfristige Hypotheken günstiger sind als kurzfristige Hypotheken. In diesem seltenen Fall kostet beispielsweise eine zehnjährige Festhypothek weniger als eine SARON-Hypothek oder eine kurzlaufende Festhypothek. Eine inverse Zinskurve entsteht meist dann, wenn die Finanzmärkte in Zukunft mit deutlich sinkenden Zinsen rechnen.
Tagesaktuelle Zinskurve
Stündlich aktualisiert
Zielgruppe
Die Zinskurve ist für Hypothekarnehmer wichtig
Viele Immobilienbesitzer achten ausschliesslich auf den aktuellen Zinssatz. Oft ist jedoch die Form der Zinskurve mindestens genauso wichtig.
Die Zinskurve zeigt unter anderem:
- Wie teuer langfristige Zinssicherheit aktuell ist
- Ob kurze oder lange Laufzeiten attraktiver erscheinen
- Wie stark sich verschiedene Laufzeiten preislich unterscheiden
- Welche Erwartungen der Markt bezüglich der zukünftigen Zinsentwicklung hat
Wer die Zinskurve versteht, kann besser beurteilen, ob eine kurze oder lange Festhypothek aktuell attraktiv erscheint oder ob eine SARON-Hypothek sinnvoll sein könnte.
Häufige Fragen
Antworten zur Zinskurve
Die Zinskurve zeigt, wie viel zusätzliche Zinssicherheit kostet. Sie hilft dabei zu beurteilen, ob kurze oder lange Laufzeiten aktuell attraktiver sind. Wer die Zinskurve versteht, kann besser vergleichen und fundiertere Entscheidungen treffen.
Schweizer Hypotheken Zinsvergleich
Es lohnt sich, die Hypothekarzinsen in der Schweiz genau zu vergleichen. Einen guten Überblick gibt der grosse Zinsvergleich für Schweizer Hypothekaranbieter von HYPOTHEKE.ch. Der Zinsvergleich gehört zu den grössten der Schweiz und umfasst die tagesaktuellen Hypothekarzinsen von Banken, Pensionskassen, Versicherungen und Anlagestiftungen. Unsere besten Hypothekarzinsen finden Sie hier: Beste Hypothekarzinsen
Nein. Die Zinskurve ist keine Prognose, sondern zeigt die aktuellen Erwartungen der Marktteilnehmer. Sie liefert Hinweise auf die Marktstimmung, garantiert jedoch keine zukünftige Entwicklung der Hypothekarzinsen.
Die Zinskurve wird unter anderem durch die Inflation, den SNB-Leitzins, die Konjunkturentwicklung, die Kapitalmärkte sowie Angebot und Nachfrage nach Hypotheken beeinflusst. Auch internationale Zinsentwicklungen wirken sich auf die Schweizer Hypothekarzinsen aus.
Nein. Banken, und kalkulieren unterschiedlich. Deshalb unterscheiden sich die Zinskurven der Anbieter teilweise deutlich. Der günstigste Anbieter für eine SARON-Hypothek ist oft nicht derselbe wie für eine zehnjährige Festhypothek.
Eine Hypothek bei einer Anlagestiftung ist eine Immobilienfinanzierung, die von einer Anlagestiftung vergeben wird. Anlagestiftungen investieren Vorsorgegelder von Pensionskassen unter anderem in Hypotheken und bieten häufig attraktive Hypothekarzinsen sowie langfristige Finanzierungslösungen an. Weil sie meist keinen eigenen Vertrieb haben, können Hypotheken bei Anlagestiftungen oft nur über Hypothekenplattformen abgeschlossen werden. HYPOTHEKE.ch arbeitet mit mehrere Anlagestiftungen zusammen und übernimmt den Vertrieb für einzelne sogar exklusiv.
Die Zinskurve macht sichtbar, welche Anbieter bei welchen Laufzeiten besonders attraktive Hypothekarzinsen bieten. Sie ermöglicht einen schnellen Vergleich zwischen Banken, Versicherungen und Pensionskassen und hilft dabei, die beste Hypothek für die eigene Situation zu finden. Dadurch können Hypothekarnehmer in der Schweiz oft mehrere tausend Franken sparen.
Schöne Kurven
Die verschiedenen Formen der Zinskurve
Übliche Form
Steigende Zinskurve
Beispieldaten vom 15. Dezember 2013
Interpretation
Steigende Zinskurve
Bei einer normalen Zinskurve steigen die Zinsen mit zunehmender Laufzeit.
Dies ist die häufigste Form der Zinskurve. Kreditgeber verlangen für längere Laufzeiten eine zusätzliche Entschädigung für das Zinsänderungsrisiko und die langfristige Kapitalbindung.
Eine stark steigende Zinskurve kann darauf hindeuten, dass der Markt langfristig eher mit höheren Zinsen rechnet.
Stabile Lage
Flache Zinskurve
Beispieldaten vom 1. Juli 2020
Interpretation
Flache Zinskurve
Bei einer flachen Zinskurve unterscheiden sich die Zinsen verschiedener Laufzeiten nur wenig oder gar nicht.
In solchen Marktphasen sind langfristige Festhypotheken oft besonders interessant, weil zusätzliche Zinssicherheit vergleichsweise wenig kostet. Eine flache Zinskurve wird häufig beobachtet, wenn der Markt künftig eher sinkende Zinsen erwartet.
Seltene Form
Inverse Zinskurve
Beispieldaten vom 10. Juli 2023
Interpretation
Inverse Zinskurve
Bei einer inversen Zinskurve sind langfristige Hypotheken günstiger als kurzfristige.
Eine inverse Zinskurve tritt selten auf und gilt oft als Hinweis darauf, dass die Marktteilnehmer künftig deutlich tiefere Zinsen erwarten.
In der Schweiz waren inverse Zinskurven beispielsweise Anfang der 1990er-Jahre sowie zeitweise in jüngerer Vergangenheit zu beobachten.
Variation
Anbieterarten
Beispieldaten vom 10. Juli 2025
Zinskurven unterscheiden sich von Anbieter zu Anbieter
Ein wichtiger Punkt wird oft unterschätzt: Jeder Kreditgeber verfügt über seine eigene Zinskurve. Banken, Versicherungen, Pensionskassen und Anlagestiftungen kalkulieren unterschiedlich. Deshalb kann der günstigste Anbieter für eine SARON-Hypothek bei einer zehnjährigen Festhypothek plötzlich deutlich teurer sein.
Wer die sucht, sollte deshalb nicht nur die Laufzeit vergleichen, sondern immer auch mehrere Anbieter berücksichtigen.
Hypothek mit bestem Zins
Die Hypothek mit dem besten Zins ist nicht immer die erstbeste Offerte, sondern das Angebot mit tiefem Zinssatz, passenden Konditionen und transparenten Gebühren. Ein breiter Hypothekenanbieter-Zinsvergleich erhöht die Chancen auf Einsparungen. Für eine individuelle Berechnung von Angeboten können Sie Hypotheken-Marktplätze wie HYPOTHEKE.ch nutzen.
Keine Prognosen
Die Zinskurve zeigt Erwartungen
Die Zinskurve wird oft genutzt, um Rückschlüsse auf die zukünftige Entwicklung der Hypothekarzinsen zu ziehen. Wichtig ist jedoch: Die Zinskurve ist keine Prognose.
Sie zeigt lediglich, welche Erwartungen die Marktteilnehmer aktuell haben.
Beeinflusst wird die Zinskurve insbesondere durch:
- Wirtschaftswachstum
- Kapitalmärkte
- Risiko- und Liquiditätsprämien
- Angebot und Nachfrage nach Hypotheken
Deshalb beobachten Banken, institutionelle Anleger und professionelle Investoren die Entwicklung der Zinsstruktur sehr genau.
Inflation bezeichnet den allgemeinen Anstieg der Preise für Waren und Dienstleistungen. Dadurch verliert Geld mit der Zeit an Kaufkraft. Für Hypothekarnehmer ist die Inflation wichtig, weil sie einen grossen Einfluss auf die Zinspolitik der SNB und damit indirekt auf die Hypothekarzinsen hat. Steigt die Inflation stark an, erhöhen Zentralbanken häufig die Zinsen. Sinkt die Inflation, können Zinssenkungen wahrscheinlicher werden.
Der Leitzins ist der wichtigste Zinssatz der Schweizerischen Nationalbank (SNB). Mit ihm steuert die SNB die Geldpolitik und beeinflusst die Zinsen am Schweizer Geldmarkt. Steigt der Leitzins, werden Kredite und Hypotheken tendenziell teurer. Sinkt der Leitzins, können sich die Finanzierungskosten reduzieren. Besonders bei SARON-Hypotheken besteht ein enger Zusammenhang zwischen dem SNB-Leitzins und den effektiven Hypothekarzinsen. Mehr dazu hier: SNB-Zinsentscheid und Hypotheken - abwarten oder abschliessen?
Jede ist anders
Ihre individuelle Zinskurve berechnen
Ihr persönlicher Hypothekarzinssatz und so auch Ihre individuelle Zinskurve hängt von zahlreichen Faktoren ab. Dazu gehören unter anderem:
- Immobilienart
- Region
- Vermögen
- Laufzeit
Auf HYPOTHEKE.ch können Sie nach dem Erfassen Ihrer persönlichen Angaben, Ihre individuelle Hypotheken-Zinskurve sehen. Sie sehen somit genau, welche Laufzeiten in Ihrer Situation wie teuer sind.
Die Belehnung zeigt, welcher Anteil des Immobilienwerts durch Hypotheken finanziert werden kann. Beispiel: Bei CHF 700’000 Hypothek und CHF 1'000’000 Verkehrswert beträgt die Belehnung 70 Prozent. Sie beeinflusst das persönliche Rating der Immobilienfinanzierung und somit den Zinssatz sowie z.B. die Tragbarkeit und Amortisation. Mehr dazu hier: Maximale Hypothek,erste und zweite Hypothek erklärt